In Erinnerung
Unsere erste Hündin war"Netti":
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Anett aus dem Hause Schenefeld
"Netti"
11.04.1995 - 04.12.2002
(Lukas von der Weinhütte x Tobina Ertis) HDG B1 |
Sie war eine große, kräftige, selbstbewusste und wachsame Hündin, die ihr Rudel, das mit der Zeit immer größer wurde, souverän führte und vielen Welpen und Junghunden Manieren beigebracht hat.
Ein Ausstellungshund war sie nicht und so blieb ihr dieser Stress erspart, aber meine ersten Trimmübungen musste sie über sich ergehen lassen und das war sicherlich eine harte Geduldsprobe, da ich anfangs Tage brauchte, um mein "Werk" zu vollenden.
Uns Menschen gegenüber begegnete sie immer mit dem Respekt, den sie selbst von ihrem Hunderudel erwartete. Eine gewisse Individualdistanz mussten alle einhalten und auffällig war, dass ihre Nachkommen ihr immer mit ausgesprochener Unterwürfigkeit entgegentraten.
Unsere Netti wurde bis zuletzt von allen Hunden als ranghöchste Hündin anerkannt und es hat relativ lange gedauert, bis ihre Tochter "Aika" an ihre Stelle getreten ist.
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Bess von der Stör
"Bessy" geb. 04.07.1998 - 16.01.2010
(Marty Terno x Anett aus dem Hause Schenefeld) HDG B1 |
Bessy war fröhlich,
wachsam und steckte voller Energie, dabei war sie aber auch eine richtige "Schmusekatze"
und ein bisschen "feine Dame".
Sie war im Vergleich zu ihrer Halbschwester Aika
wesentlich sensibler und begegnete fremden Menschen mit Zurückhaltung.
Ihr Benehmen Besuchern gegenüber war für uns immer ein Zeichen
dafür, ob wir es mit wirklichen
"Hundemenschen" zu tun hatten, da sie
sich nur diesen gegenüber, vom ersten Moment an,
vertraut verhielt. Diese sehr schöne, elegante Hündin
wurde ebenfalls von uns ausgestellt und erhielt 6mal ein "vorzüglich" und
dreimal ein "sehr gut". Leider hat sie sich im Ausstellungsring nicht immer
optimal gezeigt, da dieser Rummel ihr doch sehr zu schaffen machte.
Bessy hatte drei Würfe,
die sie problemlos aufgezogen hat. Allerdings war sie ausgesprochen etepetete
und hat sich erst bei ihrem letzten Wurf dazu überwunden, die Wurfkiste selbst
sauber zu halten. Bei den ersten beiden musste ich noch diese Arbeit übernehmen.
Wenn ihr das Bett ihrer Kinder einmal zu schmuddelig war, ist sie nicht mehr in
die Kiste gegangen.
Seit Anfang Februar 2003 hat Bessy zusammen mit einem ihrer Söhne aus dem letzten Wurf bei Karin und Klaus Thiele gelebt. Zunächst in Schleswig-Holstein und die letzte Zeit in der Nähe von Hamburg. All die Jahre sind beide regelmäßig zum Trimmen bei mir gewesen und so war der Kontakt nie verloren gegangen. Bessy war die erste Hündin, die ich in andere Hände gegeben habe und ich hatte das Glück, so liebe Menschen kennengelernt zu haben, bei denen Bessy es so gut hatte, dass mein anfängliches schlechtes Gewissen unbegründet war.
Im Sommer 2009 war Bessy zuletzt bei mir, danach ging es ihr gesundheitlich nicht mehr gut und zuletzt hatte sie keine Freude am Leben mehr.
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Aika von der Stör
"Aika" geb. 12.03.1997 - 10.10.2010
(Karlo von der Schwarzen Kuhle x Anett aus dem Hause Schenefeld) HDF A1 |
Aika fiel schon als Welpe durch ihre ungestüme Art auf, sie war der wildeste Hund im ganzen Wurf. Eine Schönheit war sie anfangs nicht gerade mit ihren großen Schlappohren und dem "Spitzmausgesicht". Aber sie hat sich schließlich gemausert und wurde dann der erste Hund, den wir auf Ausstellungen präsentiert haben. Mein Mann hat mit ihr das "Handling" üben können und erreichte mit ihr auf insgesamt sechs Ausstellungen hintereinander ein "vorzüglich".
Aika war eine temperamentvolle, sehr wachsame und dominante Hündin.
Während sich ihre Mutter allein durch ihre Körperhaltung Respekt verschaffte und selten mit Gesten nachhelfen musste, war Aika nicht abgeneigt, mit Unterwerfungspraktiken ihre Vorrangstellung zu demonstrieren.
Auch ihre Welpen hat sie auffällig autoritär erzogen, wobei sie besonderen Wert darauf gelegt hat, ihnen beizubringen, sich korrekt zu unterwerfen.

Ein schweres Jahr lag hinter uns, in dem sie sich ihrer angegriffenen Gesundheit nicht geschlagen geben wollte. Immer wieder hat sie sich von schlechten Tagen erholt. Auch in den letzten Monaten, in denen sie auch körperlich weiter abbaute, hat sie schöne Momente erlebt. Noch zwei Tage vor ihrem Ende hat sie mich zum Spazierengehen aufgefordert. Wir sind dann noch ganz gemächlich eine kleine Runde im Wald gelaufen. An ihrem letzten Tag mußte ich leider mit ansehen, dass sie selbst erkannte, dass sie keine Kraft mehr hatte.
Diesen Hund werde ich nie vergessen


